Erlebnisbericht von Jörg Warm / Patrick Fankhauser (T 1)
Erlebnisbericht von Paul Guschlbauer (S 2)
Erlebnisbericht von Thomas Hofbauer (S 9)
Erlebnisbericht von Dennis Bollin (S 18)
Erlebnisbericht von Sebastian Kummer (S 29)
Erlebnisbericht von Ralf Münch (S 40)
Pressestimmen zum Wettbewerb 2010:
nachher...
11.07 Paul Guschlbauer
07.07 GSC Hochries Pressemitteilungen
07.07 Innsalzch24.de Rekorde bei Traumwetter
07.07 OVB Crossalps 2010: Bis ans Limit
06.07 Gleitschirm und Drachenforum
05.07 Bradwurschd-connection - Sensation bei den Crossalps
04.07 Chirglmaurer.ch - Cossalps Hochries 2010
vorher...
02.07 DHV Crossalps 2010 - Wendepunkt am Limit
30.06 OVB Fliegend und zu Fuß weit weg und wieder zurück...
Kommentare von Teilnehmern:
...Hallo zusammen, vielen Dank an Euch alle für die super Organisation! Diesmal hat es ja sogar auch mit dem Wetter geklappt. Die neuen Crossalps-T-Shirts waren klasse und äußerst praktisch bei dem heißen Wetter. Beim nächsten Mal komme ich auch wieder bis ins Ziel und laufe nicht schon am ersten Tag zuviel. Aber: Der wunderschöne Flug am Zahmen Kaiser war es wert....
...Hallo miteinander, ich war am Wochenende beim Crossalps das erste mal mit dabei und muss sagen, dass dies für mich ein echt super Wettbewerb war.
Unser knapp verpasster dritter Platz in der Tandemwertung wurmte zwar ein wenig ist aber halb so schlimm. Vielmehr ist es ein Ansporn für mich im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein und Vollgas zu geben.
Euch allen vom Veranstaltungsteam ein riesen Kompliment zur Organisation und Durchführung des Wettbewerbes. Wirklich Lob an Alle und vielen Dank für eure Mühen... ...wir sehen uns 2011 wieder........Hallo Crossalps Team. Vielen Dank für die tolle Veranstaltung noch mal auf diesem Weg. Es war eine spannende Erfahrung dabei zu sein. Man hat viele nette Menschen getroffen und der Horizont wurde erweitert...
Bericht von Chrigel
Maurer:
(1. Platz Solowertung 2010)
(Bilder zur Grossansicht bitte anklicken)
Hallo Flugbegeisterte
Dieses Wochenende 2.-4. Juli fand in Samerberg (D) das Crossalps 2010 statt.
Crossalps, ein Wettkampf für Flug- und Wanderbegeisterte. Der
X-Alps ähnliche Wettbewerb dauert 33h, der Athlet, der sich am
weitesten vom Start entfernt und wieder zurückkommt, gewinnt. Es
durfte nur gelaufen oder geflogen werden, die Ausrüstung wurde immer
mitgetragen!
Bezüglich Wetterglück waren die Veranstalter des Crossalps bis jetzt nicht verwöhnt, da es bei den letzten fünf Austragungen nie nur einigermassen flog. Dieses Jahr sah es am Samstag sogar sehr gut, ja schon etwas heiss aus...
Immer wieder hörte ich von schönen Flügen in der Region Tirol und nicht selten war der Ausgangsort der Hochries oder Hochfellen, einer der letzten Berge vor dem flachen Deutschland nahe vom Chiemsee. So nutzte ich diesen Wettbewerb und das gute Wetter, um wiederum Neuland zu erfliegen um somit eine Bildungslücke in der Geografie zu schliessen...
Wie erlebte ich meine 33 Stunden:
Start war am Samstag Morgen 8 Uhr. Gut 70 Athleten und
Athletinnen starteten zu Fuss mit Gleitschirm richtung Startplatz
Hochries. Die Thermik war Anfangs noch schwach, weiter im Hinterland
bei Kössen (A) wurden die Bedingungen immer besser.




Die Wolken zogen
mich Ostwärts Richtung Steinernes Meer, wo ich auch am Red Bull
X-Alps 2009 vorbei kam. Bei St. Johann im Pongau drehte ich nach 82
geflogenen KM um, denn ich möchte bis Sonntag Abend 17:00 Uhr zurück
sein, damit ich kein Streckenabzug erhalte!
Nun waren die
Bedingungen traumhaft und auch der berüchtigte Bayriche Wind war mit
Basishöhen um 2700mM nicht so tragisch und konnte grösstenteils
überflogen werden. Bis 18 Uhr konnte ich in der Luft bleibenund
landete nach 165km- wo ich am Morgen gestartet war... na gut, hauptsache zurück dachte ich mir! Dann begann das lange warten auf
die Mitbewerber, es wurde sehr spannend.
Die Jungs wanderten zum teil die ganze Nacht und Sonntag zurück,
da sie fliegerisch weniger Erfolgreich waren- Hut ab! Gegen 18 Uhr
waren dann alle wieder zurück. Am Ende reichte mein Flug aus, um mit
2,5km Vorsprung das Crossalps 2010 für mich zu entscheiden.



Spannend
dabei war, dass der zweitplazierte Paul Guschlbauer (A) ins Pinzgau
über Zell am See flog und somit eine andere Route gewählt hatte und
wir uns nie sahen... Insgesammt eine sehr interessante
Wettbewerbsart, welcher im September 2011 als Bordairline auch in
Interlaken durchgeführt werden sollte.
Grossen Dank an alle die mich unterstützen und den Organisatoren für den gelungenen Auftritt!
Vielen Dank
Chrigel
Bericht von Jörg Warm /
Patrick Fankhauser:
(1. Platz Tandemwertung 2010)
(Bilder zur Grossansicht bitte anklicken)
...Nachdem Patrick und ich seit drei Jahren im Crossalps
Fieber steckten und beide dieses Jahr nicht so ganz
zufrieden mit unseren Vorbereitungen wahren ergab sich an
einem Kletterwochenende im Wilden Kaiser die
Dream-Team-Tandem Kombination. Patrick meinte er hätte eine
perfekte Route aber keinen Copiloten. Ich hatte zwar dieses
Jahr viel Berglauftraining aber keine gute Tour. Und so
beschlossen wir nach dem einen oder anderen Schnaps vom
Klettern euphorisch doch einfach zusammen zu fliegen.
Irgendwie schon ein merkwürdiges Gefühl sich bei einem
anderen ins Gurtzeug zu setzen, aber mit Patrick hab ich
schon genug gute Flüge gemacht um zu wissen – das passt…




Also gings los in die Trainings- und Vorbereitungswoche.
Laufen hatten wir beide genug trainiert also ging s drum
einfach gemeinsam zu fliegen und die erwünschte Route zu
testen. Mit den Tests wollten wir eigentlich auch gleich
noch im XC ein paar Punkte für Patrick raushauen aber dazu
wäre es gut gewesen das GPS auch einzuschalten…



Naja – die geplante Route sind wir dann eh weder im Training
noch im Bewerb geflogen. Eigentlich war vorgesehen nach dem
Klassiker Brennkopf direkt durch den Kaiser Richtung
Mittersill und dann mal schauen was passiert. Im Training
war die Thermik zu schlecht und im Bewerb war uns die Kaiser
Flanke zu heiß. So haben wir den Klassiker genommen und uns
im Kampf über Erpfendorf von unseren Mitfliegern und auch
Konkurrenten aus Kössen verabschiedet die eine Landung
hinnehmen mussten. Wir flogen zu unseren
Vereinsmeisterschaften nach Fieberbrunn um zu sehen dass
diese wohl schon um sind. Dann ein kurzer Aufstieg zu
unserem nächsten Startplatz der uns dann endlich nach einem
heißen Soaringaufstieg wieder Richtung Ziel und Wendepunkt
nach Jochberg brachte. Nun begann der Running- Teil – 1000
Höhenmeter und gute 10 km mussten unter 1:50 geschafft
werden bevor wir uns in den direkten Sonnenuntergangsflug
nach Brixen im Tale gleiten lassen durften. Von dort nach
einem feinen Supporting Buffet noch einmal die Hohe Salve
bis zur Hälfte hoch um doch mal 3 Stunden Pause zu machen.
Der Morgenaufstieg auf die Salve war traumhaft und wurde um
halb 7 mit einem Soaringflug über dem Gipfel belohnt bevor
wir Richtung Kufstein durchstarteten. Der Rest nach dieser
Landung: I m walkin yes in dead……..
Jörg Warm
www.united-fotos.de
Bericht von Thomas Hofbauer:
(9. Platz Solowertung 2010)
(Bilder zur Grossansicht bitte anklicken)
Hallo Kämpfer
Wie erlebte ich meine 33 Stunden:
Start war am Samstagmorgen 8 Uhr. Gut 80 Athleten und
Athletinnen starteten zu Fuß mit Gleitschirm Richtung Startplatz
Hochries. Ich war der einzige der sich zu Fuß Richtung Westen
aufmachte um beim einsetzen der Ersten Thermik schon einige km
vom Startpunkt entfernt zu sein. Nach ca. 20 km, 1500 Höhenmeter
zu Fuß und einer Flugstrecke von 12km (Start 11 Uhr an der
Kampenwand), war ich dann um ca. 13 Uhr 30, nach weitern knapp
1000 Höhenmetern am Startplatz in Kössen. Leider hat sich da
dann herausgestellt das meine Taktik doch nicht ganz aufgegangen
ist, da aufgrund der perfekten Thermik schon die Ersten
Wettkämpfer im Anflug auf Kössen waren, die aber „nur“ 5km und
800 Höhenmeter gegangen sind. Nach dem Start in Kössen ging es
zügig nach oben, Problem waren nur die Krämpfe die mich während
des ganzen Fluges plagten- das war wohl der Tribut an mein hohes
Anfangstempo. Nach der Landung dehnte ich meine Strecke noch mit
einem Fußmarsch nach Leogang aus, von wo ich dann den Heimweg
zurück nach Grainbach antrat, wo ich am nächsten Tag nach
insgesamt 106 gegangenen und 35 geflogenen km eintraf.




Grossen Dank an meinen Sponsor die BP Tankstelle Pölzelbauer in
Weiz und meinen Supporter, Kreimer Hubert der sich um die
komplette Verpflegung, Routenwahl und um viele andere Dinge
perfekt kümmerte (Massage, Schuhwechsel, kleben der
Blasenpflaster usw………….)
Vielen Dank
Thomas Hofbauer
Bericht von Sebastian Kummer:
(29. Platz Solowertung 2010)
(Bilder zur Grossansicht bitte anklicken)
Liebes Crossalps-Team, noch mal herzlichen Dank für Eure Mühe
diesen super Wettbewerb zu organisieren. Es hat irre Spaß
gemacht und ich freue mich jetzt schon auf 2011! Der Flug war
bei den Traumbedingungen echt gut und ich bin eigentlich im
Nachhinein recht froh dann nicht mehr weitergekommen zu sein.
Ich konnte den Laufanteil schlecht einschätzen und so war ich am
Anfang sehr unschlüssig ob ich noch weiter gehen, oder den
Heimweg antreten soll. Ich habe mich dann für den Rückweg
entschieden. Am Anfang ging es super und locker. Doch gegen
Mitternacht wurde es dann doch zäh und früh am nächsten Morgen
musste ich mich erst wieder einlaufen und es zog sich dann
etwas. Ein für mich sehr gute Änderung war der Weg runter von
der Straße und dann weiter auf kleinen Wegen. Das ist so viel
abwechslungsreicher und macht irre Spaß. Vom Walchsee habe ich
mich teilweise quer durch den Wald, über (gemähte) Wiesen, auf
kleinsten Wegen und Pfaden im Grenzgebiet immer auf ca. 950m
Höhe bis Grainbach "durchgemogelt". War gut, früher mal
Orientierungslauf als Sport gemacht zu haben. Wenn es einen
Sonderpreis für den landschaftlich schönsten Wanderweg zurück
gegeben hätte - ich hätte gute Chancen auf den Sieg gehabt. Ach
ja, und eine besondere Freude war die Einladung zu einem kühlen
Fassbier von einer Gruppe feiernder Arbeitskollegen. Wow, tut so
ein Bier beim Wandern gut.








Vor mir aus hätte der Wettbewerb gerne einen Tag länger dauern
können, oder noch ein Tag, oder noch einen… Warum nicht gleich
X-Alps für Amateure? Bis zum Gardasee statt bis Monaco wäre ja
auch ein Ziel.
Echt klasse, wie ihr Organisatoren selber mit größter
Begeisterung dabei seid. Ach ja, und wie gesagt: Ich werde noch
meinen Enkelkindern erzählen, dass ich gemeinsam in einem
Wettbewerb mit Chrigel Maurer gestartet bin und gleich nach dem
Start weit vor ihm lag ;-) War echt gut, mit Euch "großen"
Piloten mal gemeinsam zu fliegen und auch ein paar Dinge zu
lernen wie z.B. "Der Hang hat nicht genug Fleisch für gute
Thermik". Auch über eigene Erkentnisse konnte ich gut
nachdenken. Eins nehme ich mir fürs nächtste mal fest vor: Bevor
ich an einem Hang lansam runtergondel werde ich oben einlanden,
erst mal tief Luft holen, vielleicht mal biseln und dann mir
locker überlegen, wie ich weitermache. Das Einlanden auf den
Bergen ist doch im Grund die besondere Freiheit die mit keinem
anderen Fluggerät so unkomliziert und einfach geht.
Herzliche Grüße Sebastian
Bericht von Ralf Münch:
(40. Platz Solowertung 2010)
(Bilder zur Grossansicht bitte anklicken)
2 Rheinländer unterwegs in den Chiemgauer Alpen -
Wie weit ist es noch bis "Bergen", (am Chiemsee am Fuße des
Hochfelln) fragte mich Jens Preissing auf fast halber
Strecke....und reicht die Flugstrecke aus um heute noch
weiter zu laufen....???...
Dies ist zu Anfang etwas schwer zu verstehen, keine Frage,
aber zu den Regeln der Crossalps müßte ich zu weit ausholen,
um all die Varianten und Möglichkeiten des Wettkampfs zu
erklären.
Kurz und knapp gesagt, geht es beim Bewerb nach einem
Kanonenschuß samstags um 8:00 Uhr, sich bis zu 33 Std.
ausschließlich fliegend oder laufend fortzubewegen. Der
Pilot, der die größte Distanz zwischen dem Startpunkt und
seinem Wendepunkt, egal in welche Himmelsrichtung ausgelegt,
erreicht hat und wieder zum Startpunkt in 33 Std.
zurückgekehrt ist, ist der Gewinner!
Jeder Pilot trägt zur späteren Gewinnerermittlung einen
GPS-Logger zur Aufzeichnung, der unmittelbar nach dem
Wettkampf ausgewertet wird.
Man muß sich mal vorstellen, nach dem ich nach über 20
Jahren Fliegerei eigentlich keine all zu großen Ambitionen
zu Wettkämpfen im GS-Sport mehr entwickeln konnte, brennt
seit nun schon 3 Jahren wieder das Feuer und dieser Bewerb
ist fest in meinem Terminkalender eingetragen. Der Ergeiz
ist groß aber wie jedes Jahr fehlt es an Vorbereitung und
Ortskenntnis. In diesem Jahr habe ich auch unser
Vereinsfreund der Rhein-Mosel-Lahner Jens Preising zur
Teilnahme an diesem einzigartigen Wettbewerb gewinnen
können. Die Anreise bei bestem Flugwetter, 2 Tage vor dem
Wettbewerb versprach Einiges, zumal bei schwachem Höhenwind
auch für meine gewählte 1-2 Klasse Aussicht auf
Streckenfliegen gegen den Wind bestand. Unsere geplante
Route mit Wendepunkt beschrieb östliche Richtung. Nach dem
Start (Talstation Hochriesbahn) erklommen wir in der 1. Std.
gleich die Hochries. Im Gipfelbereich (1.Keuch mit knapp 900
Höhenmeter) weiter zu unserem 1. Flugberg "Der Laubenstein",
der so gegen 10 Uhr erreicht wurde.Fast alle Piloten
hingegen hatten sich an diesem Tag für die Hochries als
ersten Streckenflugberg entschieden. Dies hat uns schon
etwas verwundert, wir waren alleine unterwegs in Richtung
Osten. Da ich aber vor 2 Jahren schon um ca.10:00 Uhr Stefan
Bocks ( auch erfahrener x-alpsler) am Laubenstein drehen
gesehen hatte, war ich mir sicher, dass dies der richtige
Weg war. Es dauerte nicht ganz eine Std. und kurz vor
erreichen des Laubensteins gesellten sich Lars Budack,
X-Alps Gewinner und Weltmeister Maurer und 3-4 andere
Piloten zu uns. Was für eine erlesene Schar Dummis vor Ort,
dachte ich noch. Alle beobachteten nun "neben dem
Fertigmachen", daß zarte Blubbern an der Wiesenkante des
klippenartigen tiefen Abbruchs. Was für eine schwache
Thermik, dachte ich und startete nach dem die Impulse der
Thermik nach 1/2 Std. immer noch nicht stärker wurde mal als
1. Einmal rechts rum einmal links rum und ich war froh
wieder am Startplatz zu stehen, denn was da so hochstieg war
nicht gerade der Knaller. So, gleich kann mal ein Anderer
testen, sagte ich noch in die Runde und da zog Maurer schon
seine Rennmaschine auf und wie Carlson vom Dach drehte er
ganz schwach weg und war nicht mehr gesehen. Kurze Zeit
später versuchten sich alle anderen Piloten mit mehr oder
weniger Erfolg. Auf jeden Fall konnte Jens und ich es nach
ca. 1.Std. Kampf vor Ort in schwacher Leethermik wagen, den
Talsprung zur ca. 4 km entfernten Kampenwand anzusetzen.
Ohne Anschluß auf der anderen Seite anfliegend war der 1.
Traum vom "Großen Streckenflug" an diesem Tage fast geplatzt
und wir schlugen auf einer schmalen Schneise frontal in
halber Höhe der Kampenwand ein. Nun wurde es auch schon
wärmer und der unmittelbar angesetzte Berglauf zur
Kampenwand rauf erwieß sich als sehr sehr schweißtreibend,
hatte es doch schon über 35 Grad im Schatten und keinen
Wind.
Fast oben angekommen beobachteten wir Bausenwein mit seiner
neuen Rennmaschiene R-10 sowie andere, "kratzend". Ojee,
dachte ich noch bei mir... hier geht auch nix. Waren aber so
gesehen schon einige Kilometer von der Hochries entfernt, wo
wohl noch keiner gestartet war. Also weiter rauf.
Oben angekommen entschieden wir uns weiter zur Hochplatte zu
laufen, denn alle beobachteten Piloten waren mittlerweile
abgesoffen und Bausenwein war nach einer Std. Kampf wohl
auch nicht glücklich mit seiner Ausgangslage und die
Kampenwand fiel immer mehr in Schatten. Na Klasse, wie
unsere Rheinschleife bei Boppard gegen 14:00 Uhr..... Auf
halbem Weg zur Hochplatte erreichte uns die Nachricht des
Supports, dass nun auch Piloten an der Hochries aufdrehen
und wegfliegen. Also nix wie rüber zur Hochplatte. Dort war
zuerst an weiteres Starten nicht zu denken, denn wir waren
an falscher Stelle 200-300 Höhenmeter zu weit aufgestiegen
und fanden im Gipfelbereich keinen geeigneten Startplatz.
Also nix wie absteigen und Startmöglichkeiten suchen. Jens
schaute nach wenigen Metern abstieg ohne einen Ton zu sagen
auf einmal auf die Rückseite einer im Lee liegenden
Bergflanke, wo eine gute Thermik über die Wiese nach oben
strich und ich sagte noch : neee nee is doch nicht dein
Ernst... 10 Minuten später nickten wir uns zu und starteten,
denn der Wind aus nordlicher Richtung war sehr schwach. und
Rotoren nicht zu erwarten. Nun hieß es Höhe machen, denn vor
uns lag der größte Talsprung des Tages, der uns zum Hochgern
und weiter zum Hochfelln führen sollte. Leider wieder keinen
Erfolg und aus dem geplanten tollen Streckenflug am
Nachmittag wurde nix und nach der Talquerung mit 4 km
standen wir am Fuße des Hochgern. Somit waren am späten
Nachmittag die Chancen auf einen weiteren Streckenflug dahin
und wir hörten beim Laufen im Talgrund zum Hochfelln über
ein kleines Radio das Spiel Deutschland -Argentinia, das uns
etwas aufbauen konnte. Bis dahin hatte ich schon über 40km
Weg und Flugstrecke auf meiner GPS- Anzeige und wir planten
unsere weitere Route. Da der Aufstieg auf den Hochfelln
nicht vor sunset zu schaffen war, um von dort weiter
Richtung Rupolding abzugleiten, entschieden wir uns bis zur
Dunkelheit einfach weiter zu laufen. Wie weit ist es denn
noch bis Bergen und schaffen wir es eigentlich noch bis
morgen Abend zurück zur Hochries zu fliegen oder zu laufen.?
Keine Ahnung zumal der 2 Tag Gewitter und Regen versprach.
Tja, solche Fragen und ähnliche
bewegten uns auf den
Crossalps 2010 Chrigil Maurer war nach 7 Std. schon längst
zum Ausgangspunkt zurückgekehrt und hatte über 80 km zum
Wendepunkt gesetzt. Mit einer Flugstrecke von 160km ist er
einfach nur mit uns zum Laubenstein zum Starten marschiert
und nur geflogen. Jens und ich hatten am Schluß 4 Berge mit
mehr als 3000m Höhenunterschied hinter uns gebracht und
waren mehr als glücklich wenigstens das Ziel erreicht zu
haben. Nach dem Wettkampf sage ich zwar immer, daß war der
letzte Wettkampf gewesen, aber nach ein paar Tagen Blasen
ausdrücken heißt es dann: Nach den Crossalps ist vor den
Crossalps! Bis zum kommenden
Jahr
swift height - Euer Ralf Münch
www.freiflieger.eu









