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| Eindrücke des Crossalps
2005 |
Am
18. / 19.2005. wurde zum ersten Mal der Paragliding
Wettbewerb "Crossalps" durchgeführt. Der Grundgedanke dieses
Wettbewerbs war es, innerhalb von zwei Tagen vom Gipfel der
Hochries bis zur Schmittenhöhe in Zell am See, Österreich zu
fliegen oder - im Falle nicht optimaler
Witterungsverhältnisse - zu gehen.
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Daniel Wagner vom GSC
Hochries
Samerberg mit seinem Ozone Octane ist der erste glückliche Gewinner dieses
Events!
Herzlichen
Glückwunsch Daniel! |
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Fotos: Daniel Wagner und Adi
Geisegger |
Hier der Bericht vom Sieger Daniel Wagner:
Kommentar: Servus Mädels, erst mal ausschnaufen. Diese
Crossalps waren eine hurageile Idee. Respekt und Dank an die
Organisatoren. Endlich einmal wieder ein abenteuerliche
Aktion für erwachsene Kinder. Als ich von der Idee hörte,
war ich sofort begeistert. X-Alps für Jedermann und nicht
nur für die Spitzenpiloten aus Funk und Fernsehen. Der
Hochriesgipfel am Samstag Mittag im Nebel ließ dann die
Motivation schnell in den Keller sinken. Unglaublich vom
Hausberg abwärts laufen Richtung Klausen und Spitzstein ??!!
Aber Helmut, Adi und Holli sprühten vor Kampfeslust und
zogen mich in ihrem Sog mit. Immer im Hinterkopf dieser
Schütz Werner. Der startet vermutlich noch in der Nacht und
dreht im Vollmond auf. Dem trauten wir alles zu. Also
Vorsprung schaffen durch Laufen. Sind ja bloß 8 km zum
Spitzstein und 35 nach Kössen. :-) Als die Wolken und der
Nebel sich gegen 17.00 Uhr lichteten kamen uns die ersten
Zweifel wegen unserer Taktik. Als dann noch der Werner an
der Hochries soarte, stieg der Adrenalinpegel und wir
spurteten zum Spitzstein. Nach einem Abgleiter im fast
Nullwindbereich hinter dem Spitzstein war die Welt wieder in
Ordung. Da machte es der 4er Bande auch fast nichts mehr aus
bis 23.30 Uhr nach Kössen zu laufen. (Auch ohne Schnitzel
mit Pommes !). Hunger und Schmerzen finden ja eh nur im Kopf
statt. Ein Gutenachttrunk (elektrolytisch mit Hopfenextrakt)
in einer Kössener Pension rundeten den Tag voll ab. Sonntag:
Die Spannung steigt - so ein Mist. Die Sonne schon um 6 Uhr
da Unterberghorn noch im Nebel. Hochries aber auch noch in
Wolken. Nordost-Wind wird stark bis stürmisch im Verlaufe
des Tages und die Konkurrenten sind noch zu Hause; soweit
zumindest unsere Geheimdienstinformanten. Also los auf das
Unterberghorn. 1000 Höhenmeter. Da kommst man so richtig ins
Schwärmen. Ständig diese Goldeln über unsere Köpfe schweben
sehen, da küsst man sogar eine Mooswand am Wegesrand. Nach
2,5 Std. oben. Schöne Aussicht - Wolkenbasis am Nordrand /
Hochries noch "schön" tief. Aber in Kössen lief es auch noch
zäh. Als die Info kam - an der Hochries wird überhöht, ging
die Post ab. Plötzlich waren wir alle der Meinung jetzt
gehts und los. Treffpunkt Zell am See oder beim Wirt in
Waidring. Dann ging der wilde Ritt los. Küstensoaren im
Hochgebirge. Aber wenigstens nicht mehr gehen. Unsere
Formation löste sich schnell auf und jeder versuchte sein
Glück. Mühevoll erreichte ich den Gipfel vom Unterberghorn
und konnte mich gerade im Sitz halten als ich den ersten
Vorgeschmack vom heutigen Wetter mitbekam. Also gleich weg
hier. Höher geht's eh nicht. Mit 300 m über Grund soarend
bis Waidring - da gings dann endlich hoch. Geil ! Der
Anblick der Loferer aus 2300 m entschädigte für alle Qualen.
Erst über Hochfilzen wurde es dann wieder richtig unlocker.
Der Gedanke jetzt lieber am Boden zu stehen kam durchaus
kurzzeitig auf. Mit kräftigen Westwind und fast 60km/h ging
es an den Leoganger Steinbergen vorbei. (Ich konnte leider
keine Fotos machen). In Leogang dann der Blick auf Zell a.
See und die Motivation stieg mit 8m / Sek. in die Höhe.
Gleichzeitig auch ein Drachenflieger vor mir. Danke !! Mit
2500 m Höhe und mit einem kräftigen Nordwestwind bließ es
mich dann Richtung Zell a.See. Nach sportlichen 2,5
Stunden mit teilweise für meine Verhältnisse anspruchsvollen
Bedingungen landete ich dann gegen 15.45 Uhr dirkt am See in
Zell a. See. Eine Überquerung des Sees bei den Windstärken
und den fehlenden Landemöglichkeiten war mit dann doch zu
unsicher. Das hieß natürlich noch einmal 6 km zum Landeplatz
laufen. Dort angekommen waren alle Schmerzen vergessen und
die Sonne schien mir aus dem ... Zufällig war am Landeplatz
ein Bierzelt aufgestellt. Der Veltlin Cup und die
österreichischen Staatsmeisterschaft wurden dort an diesem
Tag beendet. Die Organisatoren dort versorgten mich
kammeradschaftlich mit Radler und endlich bekam ich mein
Schnitzel. P.S. Als der Werner mir gegen 17.00 Uhr eine SMS
schrieb, dass er es von der Hochries "leider nur" bis
Hochfilzen geschafft hätte, bestätigte sich die Taktik der
4er Bande. Ich bin stolz auf alle Teilnehmer dieser
Premiäreaktion und wünsche den Organisatoren Helmut und
Holli weiterhin viel Erfolg dabei.
Bis bald - Daniel / Samerberg', '20.06.2005'
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Weitere Infos
und Gesamtergebniss bei
www.crossalps.com
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