Gleitschirmclub Hochries Samerberg e. V.
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© Reinhold Parl

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 Pressemitteilung (17.12.01 Sebastian Dengler)

Gleitschirmflieger lassen das Flugjahr ausklingen foto

Viele Ehrungen für die sportlichen Leistungen bei der deutschen und regionalen Streckenflugmeisterschaft 

Traditionsgemäß kommen die Mitglieder der beiden regionalen Gleitschirmvereine Inntal und Samerberg bei ihrem letzten Monatstreff im Dezember zusammen, um im Rahmen einer vorweihnachtlichen Feier ihre Wettbewerbsflieger zu ehren.
Gut besucht war auch diesmal das Vereinslokal "Neiderhell" in Kleinholzhausen, als die beiden Vereinsvorstände Robert Fritz und  Erhard Diedrich die Anwesenden begrüßten. Die Ehrungen der erfolgreichen Piloten nahmen die beiden Sportreferenten Hans Raffler und Werner Klinger vor. 

In der Deutschen Streckenflugmeisterschaft verfehlte der Inntaler Pilot Franz Hirtl den 1. Platz nur knapp, gefolgt von Hans Bausenwein (13.), Thomas Mühlhuber (15.) und Sebastian Dengler (20.) 
Für  den Gleitschirmclub Samerberg flog Reinhold Parl Auf den 5. Platz, Eckhart Schröter auf den 19. und Uwe Rüttgers auf den 22. Platz. 
In der offenen Klasse belegten die Inntaler Piloten Johannes Sturm den 7. und Achim Schunk den 12. Platz, sowie die Samerberger Piloten Tobias Schreiner den 12. und Alfons Bauer den 13. Platz. Diese außergewöhnlichen Einzelleistungen führten dazu, dass die Inntaler Clubmitglieder in der Mannschaftswertung auf den Plätzen 2 und 8, sowie die Samerberger Vereinsmitglieder auf  dem 4. und dem 11. Platz  landeten. Ein beispiellos herausragendes  Ergebnis. 

Bei der Vereinsmeisterschaft der Inntaler setzte sich Reinhold Parl mit 435 Punkten unangefochten an die Spitze, gefolgt von Alfons Bauer, Hans Bausenwein, Thomas Mühlhuber , Sebastian Dengler und Günther Klenner. Den Wettbewerb der Samerberger gewann ebenfalls Reinhold Parl vor Friedbert Krieg, Josef Obermaier und Norbert Marlog. Viel Beifall bekamen die Geehrten für die großartigen Leistungen. Für den gemütlichen Teil sorgten Zithermusik und der Nikolaus mit seinem wilden Krampus, der den Piloten lustige und auch ernste Begebenheiten vorhielt. Zum Schluß wurden gespendete Preise vom 2. Vorstand Rüdiger Hübel auf amerikanisch versteigert. 
Der gesellige Teil zog sich dann noch lange hin.


Pressemitteilung 06.07.2001 (OVB) 

Rohrdorfer von Gleitschirm in den Tod gerissen 

Drei Flugunfälle in kurzer Zeit Brannenburg/Rohrdorf /he).
Innerhalb von 19 Stunden ereigneten sich Mittwochabend auf gestern drei Flugunfälle in den heimischen Bergen. Ein Gleitschirmflieger kam dabei ums Leben, zwei Sportler wurden zum Teil erheblich verletzt. Noch an der Unfallstelle starb gestern Vormittag ein 41-jähriger Familienvater aus Rohrdorf. Der erfahrene Flieger war mit seinem Gleitschirm am Hochriesgipfel gestartet. In Höhe von zirka 150 Metern wollte er eine Steilspirale fliegen, heißt es im Polizeibericht. Doch dabei bekam er offensichtlich das Flug-Gerät, das er sich nur ausgeliehen hatte, nicht mehr in den Griff. Er schlug ungebremst 300m vom Landeplatz  auf einer Wiese  auf, so die Polizei. Der sofort herbeigerufene Notarzt versuchte den 41-Jährigen zwar noch zu reanimieren, letztlich waren die Verletzungen, die sich der Flieger zugezogen hatte, aber zu schwer. 

Pilotin hing hilflos im Baumwipfel
Glück im Unglück hatte am Mittwochabend eine Gleitschirmfliegerin aus Holzkirchen, die aus einem Baumwipfel im Gipfelbereich des Sulzbergs von der Bergwacht befreit werden musste. Die 31-Jährige aus Holzkirchen hatte gegen 19 Uhr an dem beliebten Startplatz abgehoben, driftete aber rasch ab und blieb in 25 Metern Höhe hilflos hängen. Andere Gleitschirmflieger meldeten den Unfall der Bergwacht Brannenburg, rund 20 Helfer, auch von der Bereitschaft Bad Feilnbach, stiegen zum Gipfel auf und arbeiteten sich zu der Frau vor.
Da unsicher war, ob der dürre Baum auch noch die Belastung eines Retters aushalten würde, wurde außerdem ein Hubschrauber der Bundeswehr mit Seilwinde zu Hilfe gerufen. Schließlich gelang es aber doch, die Frau auf sicheren Boden zu bringen.

Am gleichen Tag stürzte ein 44-jähriger Flieger vom Samerberg mit seinem 40-jährigen Fluggast aus Riedering beim Start zu einem Tandemflug mit dem Gleitschirm (Korrektur DRACHEN) ab. Schuld war vermutlich die zu geringe Startgeschwindigkeit, heißt es im Polizeibericht. Die beiden stürzten in einen Steilhang und erlitten Knochenbrüche.


Pressemitteilung 29.05.2001 (OVB)

Mit Gleitschirm über die Alpen

Boxi Stefan Bocks wagte Abenteuer  foto

Nussdorf (re)
Vom Hochfelln- Gipfel  aus gelang dem Nußdorfer Paragleiter Stefan Bocks ein außergewöhnlicher Flug hinein bis weit in die italienischen Dolomiten. Nur mit der Kraft thermischer Aufwinde, konnte der begeisterte Flugsportler die über 3000 Meter hohen Gebirgszüge des Alpenhauptkammes überqueren und nach sechs Stunden Flugzeit in Cortina einschweben.
Start war um 11 Uhr, Zuhause in Nußdorf kam Bocks nach der Rückreise per Autostopp wieder um 23 Uhr an.
Die FIugroute von Stefan Bocks: Hochfelln- Pinzgau- Felbertauern- Matrei- Brunneck-   Cortina.
Der Gleitschirm ist zwar das leichteste und einfachste Fluggerät der Welt, um aber eine solche Strecke an nur einem Tag bewältigen zu können, mussten einige Hürden genommen werden. Die besondere Schwierigkeit bestand in der Routenwahl durch das Fels- und  Schneelabyrinth der Hohen Tauern und der Dolomiten. Immer wieder musste die Flughöhe dem hochalpinen Gelände angepasst werden, um jederzeit einen gefahrlosen Rückweg in die Täler zu ermöglichen. Eine Notlandung in dem alpinen Ge- lände ist um diese Jahreszeit mit unkalkulierbaren Risiken wie Lawinen, Steinschlag oder Gletscherspalten verbunden. Mit voller Konzentration über Stunden hinweg konnte der Pilot die bis zu 20 Kilometer auseinanderliegenden Thermikquellen (Aufwinde) für sich nutzen und eine Höhe von über 3500 Meter erreichen. Die grandiose Aussicht, das taktische Spielen mit den Wind- und Wetterverhältnissen und den immer wieder damit verbundenen neuen Herausforderungen, lassen diese Sportart so faszinierend wirken. Gestärkt mit ofenfrischen Paninis und Espresso begann dann der zweite Teil des modernen Abenteuers: die Heimreise per Autostopp zurück ins Chiemgau.


  Pressemitteilung 16.05.2001 (Kathrin Metzenroth)

Wie entsteht der bayerische Wind?  

Diese und andere Fragen konnte am letzten Montag der Diplom Meteorologe und Fluglehrer Johannes Schmalzl foto rund 70 Mitgliedern des Gleitschirmclub Hochries Samerberg und den Inntaler Gleitschirmfliegern im Landgasthaus Neiderheld in Grossholzhausen beantworten.
Eigentlich ist jeder von uns vom Wetter abhängig, Gleitschirmflieger aber besonders. Einerseits nutzen sie die an schönen Tagen entstehende Thermik, andererseits sollten sie bei bestimmten Wetterlagen lieber auf ihren Sport verzichten. Aus diesem Grund luden die Hochrieser und Inntaler Gleitschirmflieger den Meteorologen Johannes Schmalzl zu ihrem Clubabend im Mai ein. Auf amüsante Weise refererierte der Fluglehrer über verschiedene Wetterlagen und die Entstehung von Winden, Thermik und meteorologischen Gefahren. Er gab auch viele praktische Tipps um am richtigen Tag unbeschwert durch die Lüfte gleiten zu können.
Übrigens nutzten viele heimische Piloten das schöne Wetter der letzten Tage. Genussflieger zogen stundenlang ihre Kreise bis zum Sonnenuntergang über dem Sulzberg foto in Brannenburg, Profis erflogen Punkte für die Deutsche Streckenflugmeisterschaft. Stefan Bocks, ehemaliger deutscher Streckenflugmeister und Mitglied des Gleitschirmclubs Inntal flog am Samstag sogar bis nach Italien, und zwar vom Hochfelln in Bergen über den Alpenhauptkamm nach Cortina d´Ampezzo. Am Sonntag flogen mehrere Mitglieder des Gleitschirmclubs Hochries Samerberg vom Hochfelln nach Neukirchen im Pinzgau.
Wer aktuelle Wetterberichte für die Region Rosenheim sucht, oder sich für das Gleitschirmfliegen interessiert, findet viele Informationen und einen ständig aktuellen Wetterbericht im Internet unter www.duschl-elektro.de/paragliding. Selbstverständlich sind Interessenten auch an den Clubabenden willkommen. Der nächste Clubabend findet am 11.06.01 im Landgasthof Neiderhell in Grossholzhausen statt.

Pressemitteilung 17.04.2001 (OVB) Samerberg  (1s/hö) 

Hochriesbahn fährt wieder

Sturmschäden sind behoben. Auch wenn das Osterwetter nicht mitmachte, gibt es für alle Berg- und Wanderfreunde in der Region eine gute Nachricht vom Samerberg: Die Hochriesbahn hat den Fahrbetrieb nach einer Zwangspause von rund eineinhalb Monaten wieder aufgenommen. Ende Februar hatte ein gewaltiger Sturm die beiden Tragseile der Kabinenbahn aus der Verankerung gerissen (wir berichteten). Mittlerweile sind die Schäden wieder behoben und der TÜV hat ebenfalls grünes Licht gegeben. Wie Sepp Schwaiger, Betreiber der Hochriesbahn mitteilte, fahren die Kabinen ab sofort wieder auf der etwa zwei Kilometer langen Strecke von der Mittelstation hinauf zur Bergstation. Bei ungünstiger Witterung sei allerdings mit eingeschränkten Fahrzeiten zu rechnen, heisst es. Nähere Informationen zur Hochriesbahn und ihren aktuellen Fahrzei ten hinauf zur Hochries gibt es unter Telefon 0 80 32/ 97550 oder beim Verkehrsverein Samerberg, Telefon 0 80 32/ 86 06.   

Pressemitteilung 28.02.2001 (OVB)

Sturm reißt Tragseile aus der Verankerung, Hochries-Kabinenbahn droht längere Pause foto

Samerberg - Wie unberechenbar Naturgewalten sind, zeigt sich gerade jetzt wieder in den Alpen. Auch die Hochriesbahn blieb nicht verschont. Wie berichtet, wurde die Kabinenbahn durch einen Sturmschaden auf Eis gelegt. Eine starke Windböe hat beide Tragseile aus der Seillage gehoben. Nun droht der Bahn eine Pause von mehreren Monaten.

Es knallte gewaltig, als die tonnenschweren StahIseile am Freitag aus den Tragseilschuhen schnalzten. Die Wucht war so groß, dass auch die Rollenbatterie des Zugseils und die Führungsschiene aus der Verankerung gerissen wurden. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Bahn nicht in Betrieb. Eine wenig später, geplante Revisions- und Versorgungsfahrt wurde nicht mehr durchgeführt.
Bei der Hochriesbahn verbindet ein etwa zwei Kilometer langes Drahtseil die Mittel- mit der Gipfelstation. Auf einer Strecke von 1,7 Kilometern schwebt das Seil in der Luft. Wie es nun weitergeht, hängt von den Reparaturarbeiten und dem TÜV-Gutachten ab. Sepp Schwaiger, geschäftsführender Gesellschafter der Hochriesbahn Samerberg, rechnet mit einer Pause von zwei Monaten. Die Bahn soll so schnell wie möglich wieder fahrtüchtig  sein, "Sicherheit ist dabei jedoch oberstes Gebot", so Schwaiger. Er betont auch, dass die Sicherheitsvorkehrungen auch vor dem Unfall nicht vernachlässigt worden sind. Die HochriesKabinenbahn wurde  1973  in Betrieb genommen. Sie fährt in der Winter-Saison (November bis April) nur am Wochenende bei schönem Wetter. Werktags werden lediglich Kontrollfahrten und Versorgungsfahrten zum Gipfelhaus des Deutschen Alpenvereins und zum Bergbahnstüberl durchgeführt. Die Sesselbahn bis zur Mittelstation und die Berggaststätten bleiben weiterhin in Betrieb.


Pressemitteilung 09.01.2001 (OVB Sebastian Dengler)

Auf die vorderen Plätze geflogen foto

Inntal: Gleitschirmvereine ehren Piloten

Inntal/Samerberg- ' (re.) Wenn die Flugsaison zu Ende ist, ehren die beiden gro8en Gleitschirmvereine der Region, Inntal und Samerberg, ihre Wettbewerbspiloten. Brechend voll war das Nebenzimmer im Gasthof Neiderhell in Kleinholzhausen, als die Vorsitzenden, Robert Fritz vom Gleitsegelclub Inntal und Alfons Bauer vom Samerberg, ihre Mitglieder begrüßten.

An dem zu den weltweit größten gehörenden dezentralen Wettbewerben für Drachen- und Gleitschirmflieger, an dem sich rund 250 Piloten beteiligten, waren die Inntaler mit 7 und die Samerberger mit 9 Piloten vertreten. Von den Inntalern erreichte der mehrmalige deutsche Meister Stefan Bocks mit 712 Punkten den siebten Platz in der Gesamtwertung. Bei den Samerbergern kam Kai Richers mit 525 Punkten auf Platz 14. Etliche weitere Mitglieder beider Vereine erreichten Platzierugen über dem Durchschnitt. In der Mannschaftswertung belegten die Inntaler die Ränge 2 und 15 sowie  die Samerberger mit vier Mannschaften die Ränge 6, 16, 22 und 24. In der Sportklasse kamen der Inntaler Franz Hirtl auf Rang 2 und der Hochrieser Uwe Rüttgers auf Rang 4, Eckhart Schröter, Heinrich Heinz und Friedbert Krieg belegten die Ränge neun, 19 und 20. Die Sportwarte der beiden Vereine, Hans Raffler und Werner Klinger, ehrten die Sieger der örtlichen Wettbewerbe. Den Pokal der Inntaler gewann Matthias Gulke mit 634 Punkten. Den Samerberg Pokal gewann Friedbert Krieg. 

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